Bulli-Tour Sardinien 2019

Während unserer Bulli-Tour im Herbst 2019 nach Sardinien hatten wir bereits einige Fotos und Videos bei Instagram, Facebook und WhatsApp in unseren Stories gepostet. Da es allerdings auch später Interesse an unserer Tour gab, haben wir hier mal (auch als Erinnerung für uns selbst) ein paar Tourdaten und -Erfahrungen zusammengeschrieben.

Hinfahrt Abschnitt 1

Da wir am 20.9.2019 erst am frühen Nachmittag in Lünen losfahren konnten, war eine Zwischen-Übernachtung auf etwa der halben Strecke Richtung Genua geplant d.h. in der Nähe von Freiburg. Da der erste angefahrene Campingplatz bei Freiburg leider ausgebucht war, führte uns der Weg nach kurzem Anruf auf den Kirnermarteshof in Oberried in der Nähe von Freiburg, wo wir dann gegen 22.00 ankamen. In der zum Hof gehörenden Gaststätte wurde extra für uns nochmal der Ofen angeworfen, um uns frischen Flammkuchen zuzubereiten. Später lud uns Martin vom Kirnermarteshof, der mit seiner Stammtischrunde am Nachbartisch saß, spontan zu einem kleinen Tasting der auf dem Hof hergestellten Obstbrände ein: die im Ort übliche ‚Allzweck-Medizin‘ „Blutwurz“ und der aus Apfelbrand und jungen Tannenzapfen hergestellte 50%-ige „Waldrausch“, den es nur auf diesem Hof gibt. Im Anschluss erwartete uns gegen 23:30 unser Bulli unter einem beindruckenden superklaren Sternenhimmel:

Am 21.9. ging es weiter nach Anschaffung der Schweizer Maut-Vignette (36,50€) durch die Schweiz in Richtung Genua. Da das VW-Navi uns mit einer spontanen Routenberechnung mit zusätzlichen ca. 100km und einer Autozugstrecke irritierte, navigierten wir ab der Schweiz per Google, was uns dann durch den Sankt Gotthard Tunnel führte: 17km Länge in einer für beide Richtungen einspurig genutzten Tunnelröhre, was leider auch entsprechend Zeit in Anspruch nimmt, da der Verkehrszufluss zum Tunnel geregelt wird, um Staus im Tunnel zu vermeiden.
In Genua selbst kamen wir nachmittags an, so dass wir noch ausreichend deutlich vor der letztmöglichen Check-In Zeit in Hafennähe ankamen (man muss spätestens 2 Stunden vor Abfahrt beim Fähr-Checkin sein, also in unserem Fall spätestens 19:30). Die Zufahrt zum Checkin selbst gestaltete sich etwas merkwürdig, da uns Google offenbar einen Weg führte, der per Schranke gesichert war und wohl eigentlich nur für Hafenmitarbeiter vorgesehen war. Nach dem Checkin an der Einfahrt vergingen dann noch knapp 2 Stunden Warten am Bulli, bis das Boarding endlich losging. Nachdem wir unsere 2er-Kabine bezogen hatten (bzw. 4er-Kabine mit 2 Personen belegt), nutzten wir das Board-Restaurant, um etwas zu essen. Es ist okay, aber für die Rückfahrt haben wir beschlossen, uns etwas mit an Bord zu nehmen. An Deck der Fähre befinden sich keinerlei Sitzgelegenheiten, daher unsere Empfehlung: Klappstühle mitnehmen, was wir dann auf der Rückreise auch getan haben. Auf der Hinfahrt konnten wir so jedoch an Deck nur stehen. Da es allerdings noch vor der Abfahrt (21:30) anfing zu regnen, gingen wir in unsere Kabine. Da man ansonsten nur in den Gängen auf Isomatten oder ggf. in irgendwelchen Sesseln schlafen könnte, würden wir jedem eine Kabine empfehlen, da die Überfahrt über Nacht 11-13 Stunden dauert. Eine Alternative wären ggf. noch Fähren, auf denen man im Camper schlafen kann.

Unsere Fähre war von Tirrenia und fuhr die Strecke Genua – Porto Torres – Genua jeweils über Nacht, so dass man morgens am Zielort ankommt. Mit 2er-Kabine lag der Gesamtpreis hin und zurück bei 585€ für unseren Bulli mit Fahrradträger (= hoch und lang).

Tag 1 auf Sardinien

Palau, Camping Baia Saraceno

Wir hatten im ADAC Campingführer 2019 (als App gekauft im Apple AppStore, wobei im Kaufpreis die ADAC-Campcard enthalten ist) gelesen, dass es auf diesem Campingplatz Stellplätze direkt am Meer geben soll. Eine freundliche Campingplatzmitarbeiterin führte uns rum und zeigte uns diverse freie Plätze zur freien Auswahl, sowohl direkt am Meer als auch weiter innen liegende. Die Stellplätze, die direkt am Meer liegen, kosten 15€ mehr pro Nacht. Da der Campingplatz an vielen Stellen terrassenartig angelegt ist, hat man auch aus der zweiten Reihe teils gute Sicht aufs Meer, aber wir entschieden uns trotz des Mehrpreises und des dann nicht vorhandenen Rabatts durch die ADAC Campcard für einen Platz direkt am Meer, was wir im Endeffekt auch nicht bereut haben (Gesamtpreis pro Nacht 51€ inkl. 4A-Stromanschluss). Die Bezahlung erfolgte bei der Abreise; als Sicherheit muss man so lange einen Ausweis hinterlegen.
Stichwort Stromanschluss: an manchen am Wasser liegenden Stellplätzen bräuchte man ein seeehr langes Stromkabel mit dem üblichen CEE-Stecker (ich schätze mal stellenweise 30-40m; bei unserem Platz reichten 10-15m Kabel).

Stellplatz direkt am Meer auf Campingplatz „Baia Saraceno“ in Palau

Einige Camper hatten Stand-Up-Paddling-Boards, Kayaks oder auch kleine Boote dabei, für die wohl auch der Steg vor unserem Stellplatz genutzt werden konnte. Im klaren Wasser direkt am Campingplatz kann man natürlich auch schnorcheln oder einfach nur schwimmen. Zumindest bei uns am Platz gab es einen kleinen Zugang mit etwas Sandboden an der ansonsten felsigen Küste.

Das nett angelegte Restaurant des Campingplatzes bietet übrigens typische italienische Gerichte in guter Qualität zu vernünftigen Preisen. Ansonsten gibt es einen sehr kleinen Laden auf dem Campingplatz, um sich mit den wichtigsten Dingen zu versorgen oder morgens mal Panini oder Croissants kaufen zu können.

Tag 2: Santa Teresa & Bärenfelsen

Am zweiten Tag auf Sardinien haben wir per Bulli die Gegend um Palau erkundet, was uns zunächst nach Santa Teresa Gallura führte:

Nach einem kurzen Abstecher zum Capo Testa, wo es dann leider zu bewölkt und windig war, um dort länger zu bleiben, sind wir zum in der Nähe von Palau liegenden Bärenfelsen gefahren, der insbesondere vom Meer aus aussieht wir ein überdimensional großer Bär, von dem schon frühe Seefahrer berichteten. Der Bärenfels / „Roccia dell’Orso“ liegt am Capo d’Orso und man kann am Beginn des Fußweges für 3€ parken. Der Zugang zum Felsen kostet ebenfalls 3,50€ pro Person. Der Bärenfels selbst steht auf einer Höhe von 120m über dem Meeresspiegel und umso beeindruckender sind die scheinbar von Wasser geformten Felsformationen auf dem Weg dorthin und natürlich der Bärenfels selbst.

Bärenfels

Tag 3: La Maddalena Radtour

Auf den meisten Straßen Sardiniens sind zwar viele Radfahrer unterwegs, aber da man sich den Platz mit den Autos teilt und es zudem recht hügelig bis bergig ist, hatten wir bisher nur das Auto genutzt. Am dritten Tag sind wir dann jedoch mit den Fahrrädern per Fähre von Palau aus auf die vorgelagerte Inselgruppe „La Maddalena“ und zu einigen Strände im Süden der über einen Damm verbundenen Insel „Caprera“ gefahren (in Summe ca. 32km per Rad). Hier ein paar Eindrücke:

Besucher beim Mittagessen

Tag 4: Costa Smeralda

Porto Cervo, Strand Piccolo Pevero, Strand Liscia Ruja

Die Costa Smeralda rund um den Ort Porto Cervo ist das vermutlich bekannteste Aushängeschild Sardiniens und hat Sardinien auch den Beinamen „europäische Karibik“ verliehen. Porto Cervo haben wir uns nicht im Detail angeschaut, aber für Liebhaber teurer Yachten gäbe es hier vermutlich einiges zu sehen.

Unser eigentliches erstes Ziel an der Costa Smeralda war der Strand „Grande Pevero“. Da wir mit dem Bulli auf einem Parkplatz in der Nähe des kleineren Strandes „Piccolo Pevero“ gelandet sind, sind wir dann zunächst auch hier geblieben:

„Piccolo Pevero“ ist umgeben von diversen terrassenförmig am Hang angelegten Ferienhäusern, von denen die meisten Ende September aber schon nicht mehr belegt schienen. Es gibt eine Strandbar und (teure) Liegen zum Anmieten (die wir nicht genutzt haben, die aber angeblich 40€ pro Tag kosten sollten). Im Sommer dürfte es hier vermutlich recht voll sein.

Im Anschluss fuhren wir ein kleines Stückchen weiter und landeten über eine quasi per Pistenraupe „geglättete“ Schotter-/Sandpiste zum langgezogenen Sandstrand „Liscia Ruja“. Entlang dieser „Straße“ gibt es immer wieder angelegte Parkplätze gegen Bezahlung (2,50€ pro Stunde). Alternativ parkten einige Auto in Ecken am Straßenrand (wo diverse Parkverbotsschilder standen). Wir haben einen der hinteren Parkplätze vorgezogen.

Etwa in der Mitte des langen hellen Sandstrandes befindet sich bei Bedarf auch eine Strandbar. Wir waren allerdings etwas weiter am südlicheren Ende des Strandes. In Summe war hier recht wenig los. Neben hellem Sand gibt es hier auch rosa / rötlich schimmernden Sand, was zusammen mit dem türkis schimmernden und sehr klaren Wasser ein schönes Farbenspiel ergibt.

Tag 5: Fahrt von Palau zur Costa Rei

Nach 4 Tagen in Palau und Umgebung machten wir uns auf den Weg in Richtung „Costa Rei“ im Südosten Sardiniens. Unterwegs machten wir allerdings noch einen Zwischenstopp in einem kleinen Bergdorf namens „San Pantaleo“ in der Costa Smeralda Region, wo jeden Donnerstag ein sehr bekannter und beliebter Markt stattfindet, den wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Parkplätze gibt’s in dem Ort quasi gar nicht, so dass wir etwas außerhalb des kleinen Ortes geparkt haben (10 Minuten Fußweg). In San Pantaleo gibt es außer dem Markt, der sich durch alle Gassen und Plätze verteilt, auch viele schöne kleine Läden, die natürlich auch geöffnet haben.

Anschließend ging es weiter in Richtung Costa Rei, wobei uns das Navi mitten durch interessant zu befahrende Orte wie „Lanusei“ führte, wo die Straßenkarte auf dem Navi aussah wie ein Teller Spaghetti (was auch in etwa so zu befahren war ;).

Unser ursprüngliches Ziel an der Costa Rei war der Campingplatz „Capo Ferrato„, da es hier Stellplätze mit direktem Blick auf den weißen Sandstrand gibt. Da wir allerdings auch hier nichts vorgebucht hatten und noch keine Antwort auf unsere 2 Tage vorher per Email geschickte Reservierungsanfrage bekommen hatten, mussten wir jedoch bei der Ankunft feststellen, dass keinerlei Plätze frei waren. Wir schauten uns trotzdem mal um: Sanitäranlage recht modern und sauber, aber die Stellplätzen waren alle sehr klein und die Meerblick-Plätze waren durch einen hohen Metallzaun vom Strand abgetrennt. So konnte man das Meer zwar durch den Zaun sehen, aber der Zugang war nur durch einen zentralen Ausgang möglich – schade. Zudem gab es an den Meerblick-Stellplätzen keinen Schatten, was uns auch nicht so gut gefiel, auch wenn der Strand als solcher gut aussah und auch die sanitären Anlagen einen sehr guten Eindruck machten.

Also fuhren wir weiter zu einem anderem an der Costa Rei liegenden Campingplatz namens „Le Dune“ und schauten uns dort um. Hier gab es neben diversen feststehenden Mobilhomes eine recht große freie Auswahl an verschiedenen Stellplätzen unter Eukalyptusbäumen, extra angelegten „Carports“ oder auch sonnigeren Plätzen mit weniger Bepflanzung je mehr es Richtung Strand ging. Wir entschieden uns für einen sehr großzügig angelegten schattigen „Carport“-Platz mit ausreichend hohem Dach, so dass wir unser Bulli-Aufstelldach gerade noch öffnen konnten, aber gleichzeitig einen angenehmen Sonnenschutz hatten. Preis des Stellplatzes mit ADAC-Campcard-Rabatt: 20€ pro Nacht inkl. Strom, zahlbar bei Abreise.

Obwohl wir zunächst nur 3 Nächte bleiben wollten, haben wir aufgrund des schönen Strandes, superklaren Wassers und perfekten Wetters später auf 5 Nächte verlängert, was hier auch kein Problem war.
Neben einem kleinen Supermarkt, einem Restaurant und einem Fußballplatz gibt es hier auch ein im Preis enthaltenes Freibad, was wir jedoch nicht genutzt haben. Das Restaurant bietet typisch italienische Gerichte mit reichlich Sitzplätzen außen und innen. Hinter dem Restaurant liegt noch ein Spielplatz und Animationsbereich für Kinder.

Der Strand ist ein langer Sandstrand mit fast weißem feinen Sand, an manchen Stellen und an der Wasserkante teils mit sehr feinem Kiesel durchsetzt. Im kristallklaren Wasser und am Strand selbst weitgehend purer heller Sand. Das Wasser fällt zunächst ca. hüfttief recht schnell ab, aber danach bleibt es in weiten Bereichen recht flach, so dass man auch weiter draußen noch stehen kann. Dadurch wird die Ecke gerne auch von Stand-up Paddlern genutzt.

Circa 1 km südlich des Strandabschnitts beim Campingplatz „Le Dune“ fand zur gleichen Zeit das Beachvolleyball-Camp „Beach me“ statt – sicherlich kein schlechter Ort dafür 🙂

Restaurants am Strand gibt es hier allerdings nicht viele. Vom Campingplatz aus sind wir an einem Abend mal die Küste entlang gefahren und haben letztlich aber nur eine Stelle bei „Jessy Beach“ gefunden, wo man abends mit Blick auf’s Meer etwas essen konnte (ca. 5km vom Campingplatz entfernt):

Letzte Etappe: Alghero und Umgebung

Zunächst fuhren wir hier zum Campingplatz Mariposa, der recht nah am Ortskern von Alghero und direkt am Meer liegt. Wir haben uns den Platz zu Fuß angeschaut, allerdings haben wir uns beide nicht so richtig wohl gefühlt. Auf der Meerseite, die an einer kleinen Klippe liegt, standen in einer Reihe aufgegliedert Wohnmobile direkt vor einem Metallzaun und direkt am Weg. Ansonsten gab es für Zelte oder Minivans auch Stellplätze im Innenbereich teilweise auf Wiesen, teilweise mit Sandboden. Allerdings hat uns das alles nicht wirklich überzeugt, so dass wir uns zunächst mal den etwas weiter vom Ort entfernten Campingplatz „Laguna Blu“ angeschaut haben. Auch hier gab es wieder freie Auswahl eines Stellplatzes und wiederum meist unter Eukalyptusbäumen. Der Campingplatz ist durch eine Straße vom Mittelmeer getrennt, liegt allerdings an zwei Seiten an einer großen Lagune. Einige direkt an der Lagune liegenden Stellplätze sind sogenannte Komfortplätze, die einen feststehenden Grill und WLAN-Zugang für ein Gerät enthalten. Für diese gibt es keinen ADAC-Rabatt und der Preis läge bei 42€ pro Nacht. Allerdings gibt es auch ein paar Standardplätze ohne Grill und WLAN, aber auch mit direktem Blick auf die Lagune, für die der ADAC-Campcard-Preis von wiederum 20€ pro Nacht gilt. Einen solchen haben wir dann gewählt (Blick nach Norden = Sonnenaufgang rechts, Sonnenuntergang links, springende Fische geradeaus):

Stellplatz direkt an der Laguna auf Campinplatz „Laguna Blu“ in Alghero

Am Strand waren wir hier nur kurz mal schauen (heller Sand, sauberes Wasser), aber da der direkt an der Straße liegt, fanden wir es an diesem Strandabschnitt wenig reizvoll. Wenn man an der Küstenstraße vom „Laguna Blu“ weiter in Richtung Alghero fährt, kommt man an Strandabschnitten vorbei, die durch Pinienwälder und Dünen von der Straße getrennt sind. Zumindest von der Straße aus sah das deutlich interessanter aus, allerdings waren wir hier nie am Strand, sondern sind nur mit dem Rad nach Alghero daran entlang gefahren. Wenn man hier nicht viel Auto fahren will, ist das aber vermutlich eine gute Strandmöglichkeit.

Die sehr schöne Altstadt von Alghero ist übrigens vom „Laguna Blu“ aus per Rad leicht erreichbar (ca. 5-6km ohne Steigungen, im Stadtbereich mit gutem Radweg).

Alghero – schönste Stadt Sardiniens

Wir haben zwar nicht alle Städte Sardiniens gesehen, aber Alghero wird in vielen Berichten als schönste Stadt Sardiniens bezeichnet. Wir können definitiv bestätigen, dass der historische Ortskern in der Tat sehr schön ist, viele kleine Läden, kieselsteingepflasterte Gassen, Kirchen und generell viele schöne Fotomotive bietet. Insofern hat uns Alghero als Stadt wirklich am besten gefallen und z.B. bedeutend besser als Sassari, Sardiniens zweitgrößte Stadt. Zum Meer hin ist die Altstadt Algheros von einer hohen Festungsmauer umgeben. Von der Mauer aus hat man einen schönen Blick auf den Hafen von Alghero sowie auf das westlich von Sardinien liegende Meer und somit auch auf den Sonnenuntergang. Ab 19 Uhr öffnen auf der Festungsmauer auch diverse Restaurants mit Blick aufs Meer, so dass man hier auch beim Abendessen den Sonnenuntergang genießen kann.

Ausflug zur „Grotte di Nettuno“

Die Neptungrotte „Grotte di Nettuno“ liegt am Capo Caccia westlich von Alghero. Mit dem Auto kann man prinzipiell bis auf den Berg oberhalb der Grotte fahren, wo der Abstieg beginnt, allerdings gibt es keinen Parkplatz, so dass man wie alle anderen sein Auto einfach irgendwo am Straßenrand abstellt. Der Weg zur knapp über Meeres-Niveau liegenden Grotte führt über diverse Treppenstufen zwischen imposanten Klippen hinunter zum Eingang der Grotte. Allein der Weg lohnt sich auf jeden Fall.

Am Eingang der Grotte hat man bereits einen direkten Einblick in die Grotte. Der Zutritt zur Grotte kostet pro Person 13,50€ und ist nur in Verbindung mit einer Führung möglich. Da wir keine Lust hatten, auf den Beginn der nächsten Führung zu warten und der auch ohne Eintritt mögliche Einblick zusammen mit dem Weg schon beeindruckend genug war, haben wir uns nach kurzer Zeit wieder auf den Rückweg gemacht (laut iPhone ca. 20 „Stockwerke“).

Strand „La Pelosa“ ca. 50km nördlich von Alghero

Schon einige Kilometer vor dem eigentlichen Strand hat man von der Straße aus immer wieder einen guten Blick auf ein beeindruckend türkisfarbenes Wasser und man ist geneigt, schon vorher zu parken und dort an einen der kleinen Strandabschnitte zu gehen. Dennoch liegen der eigentlich spektakulärste Strandabschnitt „La Pelosa“ und der vorgelagerte Turm „Torre Pelosa“ noch ein Stückchen weiter und sind schon von der Küstenstraße aus gut zu erkennen. Am linken Rand sind Parkstreifen mit blauem Rand d.h. eigentlich Parkticket erforderlich, aber alle Automaten waren schon abgebaut, also Anfang Oktober offenbar freies Parken. Der Strand besteht aus sehr feinem weißen Sand und fällt sehr flach ins Meer ab, was zusammen mit dem kristallklaren Wasser dafür sorgt, dass man quasi bis zum Horizont nur leuchtendes türkis sieht. Am Zugang zum Strand stehen diverse Schilder, die man durchaus beachten sollte! Insbesondere sollte man sein Handtuch nicht direkt auf den Sand legen, sondern eine nichtsaugende Matte (z.B. Strohmatte oder beschichtete Picknickdecke) darunter legen, damit möglichst kein Sand vom Handtuch aufgenommen wird. Man hat offenbar Sorge, dass zu viel Sand vom Strand weggetragen wird. Bei Nichteinhaltung droht eine Strafe von 100€, allerdings wird man von den mehrfach täglich patrouillierenden Kontrolleuren beim ersten mal zunächst verwarnt. Wir hatten uns für unseren zweiten Besuch zwei Strohmatten am Campingplatz besorgt (je 3,50€), aber zur Not stehen an der Küstenstraße diverse Händler, die so etwas auch gerne loswerden (allerdings gegen etwas höhere Preise).

In Summe haben wir „La Pelosa“ dreimal besucht und auch wenn es kein Geheimtipp ist und er auch Anfang Oktober noch recht gut besucht war, verdient der Strand aus unserer Sicht den häufig vergebenen Titel „schönster Strand Sardiniens“ und ist in jedem Fall einen oder auch mehrere Besuche wert.

Sassari – zweitgrößte Stadt Sardiniens

Machen wir’s kurz: kann man sich anschauen, muss man aber nicht. Es lohnt sich aus unserer Sicht nicht wirklich bzw. ist speziell nach Alghero ziemlich enttäuschend. Wir waren etwa 1-2 Stunden hier und haben zumindest mal ein paar Fotos gemacht, würden aber nicht unbedingt nochmal hinfahren.

Der letzte Tag…

…führte uns nochmal zum Strand „La Pelosa“ (siehe oben), bevor wir dann am Abend nach Porto Torres zu unserer Fähre fuhren und kurz nach Sonnenuntergang in Richtung Genua aufbrachen.

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